In homogener Phase ist eine chemische Reaktionen dann beendet, wenn sich als Funktion von Druck, Temperatur und Volumen der Zustand des chemischen Gleichgewichts eingestellt hat. In diesem Gleichgewichtszustand liegen neben den Reaktionsprodukten auch noch die Ausgangsstoffe in gewissen Mengen vor. Derselbe Gleichgewichtszustand - im Falle gleicher äußerer Bedingungen - wird erreicht, wenn von den reinen Produkten ausgegangen wird. Diese setzen sich dann, entsprechend des im Gleichgewicht vorliegenden Edukt: Produkt-Verhältnisses, zu den Ausgangsstoffen um. Das chemische Gleichgewicht ist ein dynamisches Gleichgewicht. Im Gleichgewichtszustand läuft also die Hinreaktion und ihre Umkehrung, die Rückreaktion gleichzeitig und gleich schnell ab. Es entsteht im Gleichgewicht also genauso viel Produkt/Edukt wie durch die Rückreaktion/Hinreaktion wieder verbraucht wird.
Die Aktivitäten aller an der Reaktion beteiligten Stoffe sind im chemischen Gleichgewicht durch das Massenwirkungsgesetz miteinander verknüpft. Der Quotient aus dem Produkt der Konzentration der Reaktionsprodukte und dem Produkt der Reaktionsedukte ist im stationären Zustand, d.h. im Zustand des chemischen Reaktionsgleichgewichtes eine Konstante. Diese Konstante wird i.A. als Gleichgewichtskonstante oder Massenwirkungskonstante K bezeichnet.
Siehe auch: Massenwirkungsgesetz