Immunologie, Zellbiologie

B-Zellen (B-Lymphocyten) sind die Antikörper produzierenden Zellen des Immunsystems. Jede B-Zelle produziert nur einen Typ Antikörper, der auf ein spezifisches Epitop ausgerichtet ist.

Die Produktion der Antikörper beginnt, wenn die B-Zelle das ihr zugehörige Antigen erkannt hat und gleichzeitig von einer T-Helferzelle, die das Antigen ebenfalls erkannt hat, mit Cytokinen stimuliert wird. Die noch unreife B-Zelle beginnt daraufhin sich zu teilen (eine Zellteilung alle 18 Stunden) und den Zellapparat für die Proteinbiosynthese aufzubauen. Eine nach 4-5 Tagen voll ausgereifte B-Zelle wird Plasmazelle genannt; 90-95 % der von ihr produzierten Proteine sind Antikörper. Pro Sekunde sezerniert sie bis zu 2.000 Antikörper (pro Zelle 20.000 mRNA für 200.000 Ribosomen).

Nach einer solchen Immunreaktion bleiben einige B-Zellen in einem späten, inaktiven Prä-Plasmazellen-Stadium zurück. Diese B-Gedächtniszellen können bei erneutem Antigenkontakt sehr viel schneller zur Plasmazelle reifen und innerhalb kurzer Zeit das Antigen mit Antikörpern bekämpfen. B-Gedächtniszellen sind ein wichtiger Teil des bei einer Impfung gebildeten immunologischen Gedächtnisses.

Die Bezeichnung B-Zellen ist von Knochenmark (englisch "bone marrow") abgeleitet, dem Ort, an dem die B-Zellen aus Blutstammzellen gebildet werden.

Siehe auch: Antigen-präsentierende Zellen, spezifische Immunreaktion, T-Zellen

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