* Kairo, Ägypten, 1. August 1936 |
† London, England, 7. März 2000 |
William Donald Hamilton, Biologe, forschte über Ethologie (Verhaltensforschung), Evolutionsbiologie, Zoologie und
Genetik. Schon früh zeigte er Interesse an der Naturkunde und verbrachte seine Freizeit mit dem Sammeln von
Schmetterlingen und anderen Insekten. |
Nach seinem Studienabschluss am St. John's College an der Universität Cambridge schrieb er 1968, ebenfalls in
London, seine Doktorarbeit über die Grundsätze, die später als 'Hamiltons Regel' der Gesamtfitness bekannt wurden.
Die Gesamtfitness eines Lebewesens kann gemessen werden als die Anzahl der eigenen Gene, die an die nachfolgende
Generation weitergegeben wird. |
1964 bis 1978 war Hamilton als Dozent am Imperial College in London tätig und Gastprofessor an der Harvard
Universität und der Universidade de São Paulo; danach war er Professor für Evolutionbiologie an der University of
Michigan. Er wurde gleichzeitig als ausländisches Ehrenmitglied in die American Academy of Arts and Sciences
gewählt. |
Hamilton veröffentlichte die Rote Königin-Theorie der Evolution der Geschlechtlichkeit: Geschlechtlichkeit habe
sich deshalb herausgebildet, weil dadurch immer neue Gen-Kombinationen entstanden und die geschlechtlichen
Organismen somit ihren Parasiten gegenüber immer wieder im Vorteil waren. |
1980 wurde er zum Mitglied der Royal Society gewählt, 1984 wurde er Royal Society Research Professor am New
College an der Universität Oxford in der Abteilung Zoologie, wo er bis zu seinem Tode blieb. |