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Richard Adolf ZsigmondyZoomA-Z

Biographie

Geboren
01. April 1865 in Wien
Gestorben
24. September 1929 in Göttingen

In seine Zeit als Privatgelehrter in Jena fällt die Entwicklung des Ultramikroskops, mit dessen Hilfe später auch biochemische Strukturen sichtbar gemacht werden konnten. Zsigmondy ist Verfasser zweier Lehrbücher über Kolloidchemie, die zu seiner Zeit als Fach durchaus stark umstritten war. Mit Hilfe des Ultramikroskops konnten aber so gute Auflösungen (Faktor 100 000) erzielt werden, dass man einzelne Atome sichtbar machen konnte. Die Brown-Bewegung wandernder Atome wurde erstmals von Zsigmondy beobachtet.

Für die Biochemie und die Molekularbiologie sind Zsigmondys Arbeiten von wesentlicher Bedeutung, weil man jetzt erstmals Proteine "sehen" konnte. Bis dahin waren es nur trübe Lösungen, die sich nicht exakt erfassen ließen. Die Arbeiten Zsigmondys führten auch zur Gründung der Göttinger Firma Sartorius Membranfilter.

Chronologie

1865Geboren am 01. April in Wien
1883 - 1887Studium der Chemie an der Technischen Hochschule in Wien
1887 - 1889Promotion in synthetischer Organischer Chemie an der Technischen Hochschule in München und an der Universität Erlangen
1889 - 1893Habilitation in Berlin und in Graz über kolloidal gelöstes Gold
1893 - 1900Privatdozent in Graz, Beginn der Zusammenarbeit mit Glasfabrik Schott in Jena
1900 - 1907Privatgelehrter in Jena mit Unterstützung der Firma Zeiss
1907Direktor des anorganisch-chemischen Instituts der Universität Göttingen
1919 - 1929Professor für anorganische Chemie an der Universität Göttingen
1929Gestorben am 24. September in Göttingen