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ZellmembranZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Zellbiologie

Die Plasma- oder Zellmembran ist eine 6-9 nm dicke Lipiddoppelschicht aus hauptsächlich Phospho- und Glycolipiden, die die äußere Umgrenzung des Zellplasmas (Cytoplasma) aller Zellen bildet und selektiv permeabel ist. Membran-durchspannende Proteine wie Kanalbildner oder Carrierproteine kontrollieren den Stoffaustausch zwischen Zelle und Umgebung, während in die Membran ein- oder ihr aufgelagerte Glycoproteine die antigenen Eigenschaften der Zelle bestimmen. Die Zellmembran ist ein dynamisches Gebilde, in dem sich alle Bestandteile gegeneinander verschieben können (nach dem Fluid-Mosaic-Modell von Singer und Nicholson, 1972) und so auch Prozesse wie Endocytose und Exocytose stattfinden können.

Für eine Zelle hat die Zellmembran vor allem folgende Funktionen:

  • Regulierung des intrazellulären Milieus (pH-Wert, Ionenzusammensetzung) als notwendige Voraussetzung für alle enzymatischen Prozesse, die in der Zelle ablaufen
  • selektiver Stoffaustausch mit der Umgebung: aktive Aufnahme von Nährstoffen, Abgabe von toxischen Stoffen
  • Aufbau von Ionengradienten, so z.B. bei exzitatorischen Nerven- oder Muskelzellen
  • Träger von antigenen Eigenschaften, die für die Zell/Zellerkennung relevant sind

Bakterien, Pilze und Pflanzen haben neben der Zellmembran, die bei pflanzlichen Zellen auch als Plasmalemma bezeichnet wird, noch eine Zellwand, die die Zellen vor mechanischen Einflüssen schützt. Diese Zellwand ist aus Peptidoglycan (Bakterien), Chitin (Pilze) oder Cellulose (Pflanzen) aufgebaut.

Siehe auch: Eukaryonten , Zellorganellen

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

4.1 - 4.5 - Grippe (gesamt)Level 4100 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Influenza. Sie enthält sowohl allgemeine Informationen zum Thema Grippe wie auch detaillerte Beschreibungen des Aufbaus von Influenza-Viren und deren Lebenszyklus. Außerdem wird die Struktur eines der beiden Influenza-Oberflächenantigene, das Protein Neuraminidase und dessen aktives Zentrum, ausführlich behandelt. Den Abschluss bildet die Erläuterung der Entwicklung eines antiviralen Grippemedikamentes, Zanamivir, das als Inhibitor der Neuraminidase den Lebenszyklus des Influenza-Virus empfindlich stört.

4.3 - Grippe - Lebenszyklus des Influenza-VirusLevel 490 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit beschreibt detailliert den Lebenszyklus von Influenza-Viren.

Passiver Membrantransport - Prinzip und MechanismenLevel 145 min.

BiochemieSignal- und StofftransportTransportprozesse

Einleitung und Grundlagen