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ZündhölzerZoomA-Z

Fachgebiet - Anorganische Chemie

Die ersten Zündhölzer bzw. Streichölzer (ab 1845 im Handel erhältlich) enthielten im Kopf weißen Phosphor im Gemisch mit Sauerstoff abgebenden Verbindungen, z.B. Salpeter, KNO3, oder Mennige, Pb3O4, und brennbaren Bindemitteln wie Leim oder Gummi arabicum und waren an jeder Reibfläche zündbar. Auf Grund der Giftigkeit und überaus leichten Entzündbarkeit wurden sie 1903 wieder verboten. An deren Stelle traten die bereits 1848 von R. C. Boettger entwickelten Sicherheitszündhölzer.

Bei diesen erfolgt die Verwendung des ungiftigen und weniger leicht entzündlichen roten Phosphors, der sich aber nicht im Streichholzkopf, sondern zusammen mit Glaspulver in den an den Seiten der Schachtel befindlichen Reibflächen befindet. Der Zündholzkopf besteht aus Antimon(V)-sulfid oder Schwefel (als brennbare Substanz), Kaliumchlorat, KClO3, (als Sauerstoff-Lieferant) und Bindemitteln. Durch die Bewegung des Zündholzes an der Reibfläche wird etwas Phosphor abgerieben, der dann mit dem Chlorat reagiert und so den gesamten brennbaren Zündholzkopf zum Entflammen bringt.