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Wurtzit-StrukturZoomA-Z

Fachgebiet - Allgemeine Chemie

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Abb.1
Wurtzit-Struktur

Die Wurtzit-Struktur oder das Wurtzit-Gitter ist die weit verbreitete, nach ihrem Hauptvertreter Wurtzit (Zinksulfid,ZnS) benannte hexagonale Kristallstruktur für Verbindungen des AB-Typs. Wurtzit ist die Hochtemperatur-Modifikation des Zinksulfids, die bei 1020 °C aus der Zinkblende entsteht, in der Natur aber im Allgemeinen weit unterhalb dieser Temperatur als metastabile Phase gebildet wird.

Wurtzit kristallisiert in einer hexagonal dichtesten Packung sich gegenseitig abwechselnder Doppelschichten von Zink- und Schwefelatomen in der Abfolge AaBbAaBb.

Die enge Verwandtschaft des Wurtzit-Gitters zur Zinkblende-Struktur ergibt sich aus der Tatsache, dass in beiden Fällen benachbarte Atome tetraedrisch koordiniert sind, der Unterschied besteht in der Anordnung der weiter entfernt liegenden Atome. Im Wurtzit-Gitter kommen hauptsächlich solche Verbindungen vor, die aus kleinen Atomen stark elektronegativer Elemente aufgebaut sind, z.B. Aluminiumnitrid, AlN, Galliumnitrid, GaN, Indiumnitrid, InN, Zinkoxid, ZnO.

Siehe auch: hexagonales System

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

IonenkristalleLevel 160 min.

ChemieAllgemeine ChemieFeststoffe

Verschiedene Ionenkristalle werden vorgestellt. Außerdem wird der Unterschied zwischen Isotypie und Isomorphie erläutert.