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von-Willebrand-FaktorZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Medizin

Der von-Willebrand-Faktor ist ein von Endothelzellen gebildetes multimeres Glycoprotein, das bei einer Verletzung der Gefäßwand freigesetzt wird und an subendotheliale Collagene der verletzten Zellen bindet. Das Protein weist selbst keine enzymatische Aktivität auf, es ist jedoch direkt an der Blutgerinnung beteiligt. Seine Funktion besteht darin, dass es die Adhäsion der Thrombocyten am Ort der Gewebeverletzung ermöglicht und quasi wie ein Klebeprotein wirkt.

Patienten, denen dieser Faktor fehlt (autosomal dominant vererbtes von-Willebrand-Syndrom, das je nach Erkrankung in Typ 1-3 klassifiziert wird), leiden unter schweren Gerinnungsstörungen. Da der von-Willebrand-Faktor im Blut auch mit dem Blutgerinnungsfaktor VIII assoziiert ist, diesen stabilisiert und vor einem vorzeitigen Abbau schützt, führt ein vollständiger Ausfall des von-Willebrand-Faktors auch zu einem Mangel an Blutgerinnungsfaktor VIII.

Seinen Namen hat das Protein von dem finnischen Arzt Erik von Willebrand, der 1924 erstmals diese Krankheitsbild beschrieb.

Siehe auch: Blutgerinnungskaskade , Thrombocyten

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

2.3 - Aspirin - KrankheitenLevel 260 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit erläutert die medizinisch-chemischen Zusammenhänge zwischen den Indikationsgebieten Schmerz, Entzündung, Fieber sowie Herz-Kreislauferkrankungen und Prostaglandinen und somit der Aspirin-Wirkung (Hemmung der Prostaglandin-Biosynthese).

2.1 - 2.5 - Aspirin (gesamt)Level 4100 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Die Abschnitte dieser Lerneinheit beschreiben die historischen Zusammenhänge und die Entdeckung des Aspirins durch Felix Hoffmann, sowie die im Laufe des 20. Jahrhunderts neu entdeckten Indikationsgebiete für Aspirin. Nach einer ausführlichen Behandlung der biochemischen Grundlagen der Aspirin-Wirkung durch Hemmung der Cyclooxygenase im Arachidonsäure-Stoffwechsel folgen eine Erläuterung der medizinisch-chemischen Zusammenhänge zwischen den Indikationsgebieten Schmerz, Entzündung, Fieber sowie Herz-Kreislauferkrankungen und der Aspirin-Wirkung. Den Abschluss bildet ein umfangreiches Kapitel, in dem die Struktur der Cyclooxygenase und die molekularen Wechselwirkungen zwischen Aspirin und der Cyclooxygenase beschrieben werden.