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Woldemar VoigtZoomA-Z

Biographie

Geboren
02. September 1850 in Leipzig
Gestorben
13. Dezember 1919 in Göttingen

Voigt gilt als Pionier der Festkörperphysik. Das von Voigt entwickelte Voigt-Modell (auch Voigt-Kelvin-Modell) ist ein mechanisches Modell zur Beschreibung des viskoelastischen Verhaltens von Polymeren. Analog zum Maxwell-Modell wird das Deformationsverhalten eines Kunststoffs durch Kombination von einer Sprungfeder (entspricht dem elastischen Anteil) mit einem Stempel in einem Kolben (entspricht dem viskosen Anteil) dargestellt. Während im Maxwell-Modell die beiden Elemente in Reihe geschaltet sind, basiert das Voigt-Kelvin-Modell auf einer parallelen Schaltung. Bei Anlegen einer Spannung werden folglich beide in gleichem Maße deformiert. Beide Modelle sind starke Vereinfachungen, die das komplexe viskoelastische Verhalten von Polymeren nicht vollständig beschreiben können.

Voigt beschäftigte sich außerdem mit Elastizitätskonstanten von Kristallen, Magneto- und Kristalloptik, Lichtbrechung, optischer Aktivität und Lichtabsorption.

Chronologie

1850Geboren am 02. September in Leipzig
1874Dissertation: Untersuchung der Elastizitätsverhältnisse des Steinsalzes (Dr. phil.)
1874 - 1883Professor für Theoretische Physik, Königsberg
1883Professor für Theoretische Physik, Göttingen
1919Gestorben am 13. Dezember in Göttingen