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ViskoelastizitätZoomA-Z

Die Viskoelastizität bezeichnet einerseits das viskoelastische Verhalten von Festkörpern andererseits das elastoviskose Verhalten von Flüssigkeiten wie Kunststoffschmelzen oder Tensidlösungen etc.

Ein anschauliches Beispiel für viskoelastische Feststoffe ist der so genannte hüpfende Siliconkitt. Bei diesen sind lineare Silicone mit etwa 1 Mol-% Borsäure vernetzt. Bei langsamer Krafteinwirkung verhält er sich wie eine hochviskose Flüssigkeit, bei rascher Krafteinwirkung wie ein elastischer Feststoff. Ein Ball aus diesem Kitt hüpft elastisch, verformt sich aber beim Stehen lassen unter dem Druck des eigenen Gewichts zu einer flachen Scheibe.

Mit Hilfe von Viskoelastomeren lassen sich anhand von Torsions- und Biegeschwingungs-Versuchen verschiedene für die Elastizität und die Rheologie wichtige Parameter ermitteln, u.a. das dynamische Schub- bzw. Elastizitätsmodul, das Verlustmodul oder der mechanische Verlustfaktor.

siehe auch Viskosität

Siehe auch: Newton'sche Flüssigkeit

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Werkstoffprüfung: Mechanische Eigenschaften von PolymerenLevel 240 min.

ChemieMakromolekulare ChemiePolymereigenschaften

Verschiedene Modelle beschreiben die mechanischen Eigenschaften von Polymeren. Zu den Prüfmethoden gehören Zugversuche, Härteprüfung und Schlagbiegversuche. Modul-Temperatur-Kurven ermöglichen die Unterscheidung von Thermoplasten, Elastomeren und Duromeren.