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VirialentwicklungZoomA-Z

Will man von idealen Modellvorstellungen zu realen Versuchsanordnungen übergehen, so kann man die Einflüsse zwischenmolekularer Wechselwirkungen gut durch Reihenentwicklungen beschreiben. Das bekannteste Beispiel ist die Virialgleichung, die in die Zustandsgleichung idealer Gase in einer Reihenentwicklung durch Virialkoeffizienten Korrekturen einführt, die zwischenmolekulare Kräfte (lat. vires "Kräfte") berücksichtigen.

Virialentwicklungen beschreiben nicht nur reale Gase, sondern auch Moleküle in Lösung. Zur Beschreibung von Gasen kann die Virialentwicklung oft schon nach dem zweiten Glied abgebrochen werden, da Dreierstöße in der Gasphase eher selten sind. Für die Beschreibung von Flüssigkeiten wäre der 3. und oft auch noch der 4. Virialkoeffizient interessant. Die höheren Virialkoeffizienten sind jedoch im Gegensatz zum 2. Virialkoeffizienten experimentell schwer zugänglich.

Siehe auch: Virialgleichung

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

VirialentwicklungenLevel 210 min.

ChemiePhysikalische ChemieThermodynamik

Die Virialentwicklung wird zunächst als Anpassung des idealen Gasgesetzes an die Verhältniss bei realen Gasen erklärt. Anschließend wird die allgemeine Bedeutung der Virialgleichungen erklärt und die Anwendung auf Moleküle in Lösung erläutert.