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VerdickungsmittelZoomA-Z

Fachgebiet - Makromolekulare Chemie

Verdickungsmittel (oder Verdicker) sind Stoffe, die schon bei geringen Zugabemengen bei Flüssigkeiten eine sehr große Viskositätssteigerung bewirken.

Ihre Wirkung beruht auf Quellung (z.B. Gelatine bei Gelen) oder der Ausbildung von assoziativen Verbindungen (z.B. hydrophob modifizierte Polyacrylate, Celluloseether, Polyacrylamide, Polyether oder assoziative Polyurethan-Verdicker).

Die meisten Verdickungsmittel entfalten ihre Wirkung in Wasser, es gibt aber auch Verdickungsmittel für unpolare Substanzen (Metallseifen).

Die meisten Verdickungsmittel bestehen aus natürlichen (Polysaccharide wie Stärke, Pektin, Agarose, Gummi arabicum und Johannisbrotkernmehl; Polypeptide wie Gelatine und Casein), modifizierten natürlichen (z.B. Cellulose- und Stärkederivate) oder vollsynthetischen (Polyvinylalkohole, Polymethacrylsäuren und ihre Salze, Polyacrylamide, Polyvinylpyrrolidon und Polyethylenglycol) organischen Makromolekülen. Es gibt auch anorganische Verdickungsmittel (Kieselsäurederivate und Silicate, Bentonit).

Verdickungsmittel werden z.B. in Lacken, Anstrichstoffen und Druckfarben, Pudding, Marmeladen, Gelees, Sülzen, Speiseeis, Zahncreme, Haarwaschmitteln und anderen Kosmetika, aber auch in Blutersatzmitteln und Feuerlöschmitteln eingesetzt.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

VerdickungsmittelLevel 240 min.

ChemieMakromolekulare ChemieFunktionspolymere

Hier werden verschiedene Verdicker vorgestellt, deren Wirkung auf einer Quellung oder der Ausbildung von assoziativen Verbindungen beruht. Sie bestehen aus natürlichen, modifizierten natürlichen, synthetischen organischen oder anorganischen Verbindungen. Die meisten Verdickungsmittel entfalten ihre Wirkung in Wasser, es werden aber auch Beispiele für Verdicker, die in unpolaren Substanzen wirken, vorgestellt.