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VB-TheorieZoomA-Z

Fachgebiet - Allgemeine Chemie

Die Valence-Bond-Theorie (VB-Methode) ist neben der MO-Methode ein weiteres Näherungsverfahren der Quantenchemie. Danach werden in einem Molekül die Atome von einem oder mehreren Elektronenpaaren zusammengehalten, die zwischen bestimmten Kernpaaren lokalisiert sind. Diese Anordnung von Atomen und Bindungen bezeichnet man als Grenzstruktur. Neben den kovalenten Grenzstrukturen sind auch solche zu berücksichtigen, in denen Elektronenpaare an einzelnen Atomen lokalisiert sind (ionische Grenzstrukturen). Der Grundzustand von Molekülen mit nichtlokalisierten Valenzelektronen kann nicht durch eine einzelne Grenzstruktur beschrieben werden. Mit der VB-Methode wird der tatsächliche Bindungszustand des Moleküls durch eine Überlagerung solcher Grenzstrukturen erzeugt.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Chemische Bindung: Wasserstoff-Molekül-Ion, LCAO-AnsatzLevel 260 min.

ChemieTheoretische ChemieChemische Bindung

Zwei Ansätze, die chemische Bindung quantenmechanisch zu beschreiben, werden hier vorgestellt: die Valence-Bond-Theorie (VB-Theorie) und die Molekülorbital-Theorie (MO-Theorie). Das Wasserstoff-Molekül-Ion stellt einen Sonderfall dar, da es nur ein Elektron besitzt und daher die zugehörige Schrödinger-Gleichung lösbar ist.