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VasopressinZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Das im Hypothalamus gebildete und im Hypophysenhinterlappen gespeicherte cyclisches Peptidhormon besteht aus neun Aminosäuren mit einer Disulfid-Brücke. Vasopressin (VP, Adiuretin, antidiuretisches Hormon, ADH) ähnelt dem Oxytocin in der Struktur. Die beiden Hormone unterscheiden sich nur in den Aminosäuren der Positionen 3 und 8. Das neurosekretorische Hormon Vasopressin entsteht im Hypothalamus aus dem Protein Präprovasopressin. Nach Abspaltung eines Signalpeptids bildet sich Provasopressin, das zur Hypophyse transportiert und im Hypophysen-Hinterlappen gespeichert wird.

In der Hypophyse stimuliert Vasopressin das Ausschütten von Corticotropin und beeinflusst die Antwort des Organismus auf Stress. Neben seiner Wirkung auf den Blutdruck, zeigt es eine antidiuretische Wirkung, in dem es die Rückresorption von Wasser in den Nieren mit kontrolliert und die Konzentration des Harns steuert. Synthetische Varianten mit modifizierter Peptidkette zeigen unterschiedliche physiologische Wirkungen als Antidiuretika oder Vasokonstriktoren.

Abb.1
Strukturformel und Aminosäure-Sequenz von Vasopressin

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

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