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ValinomycinZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Medizin

Valinomycin gehört zu den cyclischen Depsipeptiden und ist ein gut charakterisierter Ionophor. Es wird von verschiedenen Streptomyceten-Stämmen gebildet und 1955 erstmals aus Stryptomyces fulvissimus isoliert. Valinomycin besteht aus drei Einheiten, die sich jeweils aus L-Valin, D-Hydroxyisovaleriansäure, D-Valin und L-Milchsäure zusammensetzen.

Valinomycin kann sehr spezifisch K+-Ionen im polaren Inneren des Moleküls binden. Das Äußere des Moleküls ist hydrophob und kann sich in die Lipiddoppelschichten der Membranen begeben, wo es K+ aufnehmen oder abgeben kann. Valinomycin ist ein Ionencarrier, der mit oder ohne K+ durch die Membran wandern kann, im Gegensatz zu dem Kanalbildner Gramicidin. Die Folge des K+-Transports durch die Membran ist ein für die Zelle tödlicher Zusammenbruch des Membranpotentials.

Model des K+-Valinomycin-Komplexes

Abb.1
Strukturformel von Valinomycin

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

AntibiotikaLevel 290 min.

BiochemieMedizinische Chemie und BiochemieWirkstoffe

In dierser Lerneinheit werden die wichtigsten Antibiotika vorgestellt und ihre Verwendung in der Medizin erläutert.