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Tumor-Nekrose-FaktorenZoomA-Z

Fachgebiet - Immunologie

Tumor-Nekrose-Faktoren (TNF) sind eine Familie von Glycoproteinen, die von aktivierten Immunzellen nach Kontakt mit einem Antigen ausgeschüttet werden. Sie wirken im Zusammenspiel mit anderen Cytokinen sowohl als Botenstoff im psycho-neuro-immunologischen Netzwerk zwischen Immunzellen, als auch als cytotoxisches Agenz. Die Apoptose, das Selbstmordprogramm einer Zelle, wird durch Bindung an den p75-TNF-Rezeptor ausgelöst.

  • TNF-α (Kachektin) besteht aus drei identischen Untereinheiten mit je 157 Aminosäuren. Er beeinflusst die Immunantwort, das Entzündungsgeschehen, die Blutbildung, die Bildung von Blutgefäßen (Angiogenese) und den Lipid- und Protein-Stoffwechsel. Außerdem wirkt TNF-α cytolytisch und cytostatisch auf Tumorzellen. Er wird von Makrophagen (bzw. Monocyten), Lymphocyten und Mastzellen gebildet.
  • Lymphotoxin α (LTA, TNF-β) induziert selektiv die Lyse bestimmter Tumorzelllinien. Er wird von T-Zellen gebildet.
  • Lymphotoxin β (LTB, TNF-C) ist ein Membranprotein, das Lymphotoxin α an der Zelloberfläche verankert. Es ist damit zentral an der Auslösung von Entzündungsprozessen beteiligt.

TNF-α und die Lymphotoxine gehören zur etwa 40 Mitglieder umfassenden TNF/TNFR1)-Superfamilie.

Mouse
Abb.1
Trimere Struktur des Tumor-Nekrose-Faktor-α

PDB-Code: 1TNF

Siehe auch: Interferone , Interleukine

1)TNFR: TNF-Rezeptor

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

InterleukineLevel 160 min.

BiochemieMedizinische Chemie und BiochemieImmunologie

Interleukine zählen ebenfalls zu den Cytokinen, sie sind bedeutende Botenstoffen der zellulären Abwehr mit großem medizinischen Potential. Einige Interleukine des Menschen werden exemplarisch vorgestellt und ihre Aufgaben im Immunsystem erläutert.