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Ferdinand Tiemann ZoomA-Z

Biographie

Geboren
10. Juni 1848 in Rübeland
Gestorben
14. November 1899 in Meran

Ferdinand Tiemanns Arbeitsgebiet war vor allem die Chemie der Riechstoffe.

Bei der enzymatischen Spaltung von Coniferin entdeckte Tiemann zusammen mit Haarmann Vanillin. Ein Jahr später klärten sie dessen Konstitution auf. Als wissenschaftlicher Berater arbeitete Tiemann an der Entwicklung der Vanillin-Synthese mit.

Neben Vanillin synthetisierte Tiemann Heliotropin (1878), Iso-Eugenol (1882) und Ionon (1893).

Die Synthese von Diphenylthioharnstoff (1869) und die Nitrierung von Toluen zu TNT (1870) gehören zu Tiemanns Leistungen.

Nach Tiemann wurden folgende Reaktionen benannt: die Reimer-Tiemann'sche Aldehyd-Synthese (Phenol-C-Formylierung mit Chloroform) aus dem Jahr 1876, die Tiemann'sche Aminonitril-Synthese (Umsetzung von Aldehyden mit HCN und NH3) aus dem Jahr 1880 und die Tiemann'sche Amidoxim-Harnstoff-Umlagerung (Umsetzung von Nitrilen mit Hydroxylamin zu Amidoximen) aus dem Jahr 1891

Ab 1893 arbeitete Ferdinand Tiemann an der strukturellen Aufklärung von Terpenverbindungen.

Chronologie

1848Geboren am 10. Juni in Rübeland
1866 - 1869Studium der Chemie und Pharmazie an der TH Braunschweig
1869Apotheker-Examen
1870Promotion an der Universität Göttingen (Dr. phil.)
1878Habilitation an der Universität Berlin
1869Assistent von von Hofmann
1878Privatdozent an der Universität Berlin
1882Außerordentlicher Honorarprofessor an der Universität Berlin
1891Ordentlicher Honorarprofessor an der Universität Berlin
1899Gestorben am 14. November in Meran