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ThymusZoomA-Z

Fachgebiet - Physiologie, Immunologie

Der Thymus (von griechisch thymos "Gemüt, Wille") ist ein Organ des Lymphsystems der Wirbeltiere. Sein Name leitet sich daraus ab, dass dieses Organ im Altertum als Sitz der Empfindungen angesehen wurde. Im Deutschen ist der Thymus auch unter der Bezeichnung Bries bekannt. Beim Menschen befindet er sich in der oberen Brusthöhle. Aufgabe des Thymus ist es, immunologisch kompetente T-Lymphocyten zu prägen, wobei das T auf den Thymus als Reifungsort hinweist. Die zunächst noch unreifen Lymphocyten werden über die Blutbahn aus dem Knochenmark in den Thymus transportiert, wo eine zweistufige Reifung abläuft. In der ersten Stufe werden solche Zellen positiv selektiert, die in der Lage sind, Moleküle des Major Histocompatibility Complex (MHC) zu erkennen, da diese Fähigkeit für ihre spätere Rolle in der immunologischen Abwehr essenziell notwendig ist. Im zweiten Schritt werden dann diejenigen Zellen aussortiert und zerstört, die gegen körpereigene Antigene gerichtet sind. Nach Durchlaufen dieser beiden Selektionsstufen verlassen die gereiften T-Lymphocyten den Thymus und wandern in die sekundären lymphatischen Organe ein.