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TaupunktZoomA-Z

Fachgebiet - Umweltchemie

Nach einem Regen bilden sich mehr oder weniger große Wasserlachen, auf die die Atmosphäre den Druck von etwa 1 bar ausübt. Die Grenzfläche Luft/Wasser ist allerdings offen für die Verdampfung von Wasser bei der herrschenden Temperatur, z.B. 25 °C. Bei genügender Luftbewegung wird die verdampfte Wassermenge fortwährend weggetragen, so dass die Wasserlachen schließlich vollständig verdunsten.

Bei geringer Luftbewegung kann allerdings der bei der Verdunstung entstehende Partialdruck des Wassers lokal den Wert erreichen, der dem Verdampfungsgleichgewicht des reinen Wassers bei 25 °C entspricht. Ein höherer Partialdruck des Wassers ist dann nicht mehr möglich. Man spricht in diesem Fall von einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100 %. Die Luft ist mit Wasser gesättigt.

In der Regel wird am Tag bei 25 °C eine 100 %ige Luftfeuchtigkeit nicht erreicht, abgesehen von den Neuengland-Staaten der USA im Mittelsommer oder tropischen Regenwäldern. Der Wasserpartialdruck bleibt unter dem theoretisch möglichen Wert. Kühlt sich allerdings im Verlauf der Nacht die Luft ab, so sinkt dieser theoretische Wert. Der Taupunkt ist dann die Temperatur, bei der im Luft/Wasserdampf-Gemisch gerade eine 100 %ige Luftfeuchtigkeit erreicht ist. Nun schlägt sich der Wasserdampf als Nebel, Reif, Tau oder sogar Regen nieder, ggfs. auch auf kalte Messgeräte.

Der Begriff des Taupunkts kann auf beliebige Mehrstoffsysteme angewandt werden. Bei Einstoffsystemen spricht man statt von Taupunkt vom Kondensationspunkt, der identisch mit dem Siedepunkt ist.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Messung der LuftfeuchtigkeitLevel 130 min.

ChemieTechnische ChemieChemische Messtechnik

In der Lerneinheit werden die wichtigsten Methoden zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit erläutert.