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SzintillationZoomA-Z

Fachgebiet - Physik, Analytische Chemie

Unter Szintillation (von lateinisch scintillare "funkeln, flackern") versteht man in der Physik den Effekt, dass ein Material bei der Wechselwirkung mit ionisierender Strahlung Licht aussendet. Ein solches Material wird Szintillator genannt. Die Szintillation ist ein Lumineszenz-Effekt: Durch Absorption der Strahlungsenergie werden zunächst Elektronen der Szintillator-Substanz auf ein höheres Energieniveau angehoben, geben beim Durchlaufen verschiedener Schwingungsniveaus kleinere Energiemengen ab und fallen schließlich unter Emission von Licht auf das Ausgangsniveau zurück.

Dieser Effekt wird z.B. bei der Flüssigkeitsszintillationsmessung zum quantitativen Nachweis von β-Zerfällen radioaktiven Materials benutzt. Der Probe wird ein Szintillator beigemischt, der durch die radioaktive β-Strahlung angeregt wird und in der Folge Licht emittiert. Dieses Licht kann mit Hilfe von Photomultipliern nachgewiesen und gemessen werden, woraus sich bei Vergleich mit einem Standard die Menge an radioaktivem Material bestimmen lässt. Da Szintillator-Substanzen, die durch β-Strahlung angeregt werden können, häufig schwer zu messende UV-Strahlung abgeben, werden außerdem so genannte sekundäre Szintillatoren zugesetzt, die das UV-Licht über ihre eigene Fluoreszenz in größere Wellenlängenbereiche verschieben. Deshalb ist in der Praxis häufig von "Szintillator-Cocktails" die Rede.

Siehe auch: Szintillationszähler

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Kombinatorisches WirkstoffdesignLevel 360 min.

PharmaziePharmazeutische ChemieWirkstoffdesign

Das Ziel des kombinatorischen Designs ist es, eine möglichst große Zahl von potenziellen Wirkstoffen aus der Kombination bzw. Permutation einfacher Grundstoffe zu erzeugen. Im Gegensatz zur konventionellen Synthese von Wirkstoffen, die gezielt von wenigen Ausgangsstoffen zu einem oder wenigen gewünschten Endprodukten abläuft, versucht die kombinatorische Synthese eine möglichst große Vielfalt von Syntheseprodukten zu erreichen. Das kombinatorische Wirkstoffdesign lebt vom Prinzip, dass eine große Zahl von testbaren Substanzen auch die Anzahl möglicher neuer Leitstrukturen erhöht. Ein zweiter Vorteil der kombinatorischen Methode setzt ein, nachdem durch Versuch und Irrtum neue Leitstrukturen gefunden wurden. Da es in der kombinatorischen Synthese relativ einfach ist, Strukturen systematisch zu modifizieren, erhöht sich die Chance und vermindert sich der Zeitaufwand, gefundene Leitstukturen zu optimieren.