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SyphilisZoomA-Z

Fachgebiet - Medizin, Immunolgie, Mikrobiologie

Syphilis (Lues, Lues venerea oder harter Schanker) ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die von dem Spirochaeten Treponema pallidum verursacht wird. Die Infektion erfolgt fast ausschließlich über direkten Schleimhautkontakt wie z.B. beim Geschlechtsverkehr mit infizierten Personen. Syphilis kann auch während der Schwangerschaft über die Plazenta oder bei der Geburt (Syphilis connata) auf das Neugeborene übertragen werden.

Etwa vier Wochen nach einer Ansteckung entsteht am Infektionsort ein Geschwür mit verhärtetem Rand (Primäraffekt), das eine äußerst infektiöse Flüssigkeit absondert. Da diese Geschwüre nach einigen Wochen von selbst abheilen, wird dieses Stadium der Erkrankung oft nicht als Syphilisinfekt erkannt. Vier Wochen später treten erneut infektiöse Papeln und allgemeine Krankheitssymptome auf (Sekundärstadium), bevor eine längere symptomfreie Latenzphase folgt. Nach 3-5 Jahren haben sich die Erreger im ganzen Körper ausgebreitet und verursachen großflächige Geschwüre, die das umgebende Gewebe zerstören können (Tertiärstadium), bevor dann im letzten Stadium schwere neurologische Störungen und Lähmungen auftreten.

Syphilis gehört zu den meldepflichtigen Erkrankungen und wird mit Antibiotika wie Penicillin, Tetracyclin oder Erythromycin behandelt.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Konzept der LeitstrukturLevel 260 min.

PharmaziePharmazeutische ChemieWirkstoffdesign

Die Suche nach neuen Wirkstoffen orientiert sich an den so genannten Leitstrukturen. Dieser Begriff bezeichnet den zwei- und dreidimensionalen Aufbau von Stoffen, die bereits einige der gewünschten Eigenschaften besitzen, aber andere vermissen lassen. Die meisten Leitstrukturen ergaben sich aus pflanzlichen, tierischen, mikrobiellen und körpereigenen Naturstoffen wie z.B. Neurotransmittern und Hormonen, wobei nur wenige der Vorlagen selbst als Arzneien zum Einsatz kommen. Eine ständig anwachsende Gruppe von Leitstrukturen wurde jedoch auch aus synthetischen Substanzen entwickelt, die klassisch in Tierversuchen auf biologische Wirksamkeit getestet wurden. Heute steht hierzu ein vollautomatisiertes Screening in Zellkulturen sowie molekularen Testsystemen zur Verfügung (High-Troughput-Screening, HTS).