zum Directory-modus

Theodor SvedbergZoomA-Z

Biographie

Geboren
30. August 1884 in Valbo (Schweden)
Gestorben
26. Februar 1971 in Stockholm (Kopparberg)

Durch seine Studien über Kolloide und Makromoleküle konnte Theodor Svedberg Theorien von Einstein und Smoluchowski zur Brown'schen Molekularbewegung belegen und lieferte damit einen eindeutigen Beweis für die Existenz von Molekülen. Im Rahmen seiner Arbeiten über die Eigenschaften von Kolloiden, ihre Diffusion, Lichtabsorption und Sedimentation in Lösungen kam er zu dem Schluss, dass die Gasgesetze auch auf disperse Systeme angewandt werden können. Die Tatsache, dass kolloidale Teilchen durch Zusammenstöße mit Lösemittelmolekülen an der Sedimentation gehindert wurden, ließ ihn nach einer Möglichkeit suchen, die Schwerkraft so zu verstärken, dass der Einfluss dieser Stöße minimiert wurde. Zu diesem Zweck arbeitete er ab 1923 an der Entwicklung und Verbesserung der Ultrazentrifuge, deren Zentrifugalkräfte das bis zu 10 6 -fache der Erdbeschleunigung erreichten. So konnte er Informationen über Molmasse, Form und Größe von Makromolekülen gewinnen. Es gelang ihm damit zu zeigen, dass die Moleküle von gereinigten Proteinen alle die gleiche Größe haben. Durch seine Untersuchung verschiedener Proteine leistete er einen Beitrag zur modernen Biochemie. Für die Entwicklung der Ultrazentrifuge wurde er 1926 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.

Später wendete er sein Interesse auch anderen Themengebieten wie Nuclearchemie und Strahlungsbiologie zu. Daneben beschäftigte er sich mit der Technik der Entwicklung photographischer Aufnahmen und der Produktion von synthetischem Gummi. Er war viermal verheiratet und hatte zwölf Kinder.

Chronologie

1884Geboren am 30. August in Valbo (Schweden)
1904 - 1907 Studium der Chemie an der Universität Uppsala
1908Promotion über "Studien zur Lehre von den kolloidalen Lösungen"
schwedischer Chemiker
1912 - 1949Professor für Physikalische Chemie an der Universität Uppsala
1926Nobelpreis für Chemie
1942John Ericsson Medaille
1944Berzelius Medaille
1949Medaille des Franklin-Institut
1971Gestorben am 26. Februar in Stockholm (Kopparberg)