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Otto SternZoomA-Z

Biographie

Geboren
17. Februar 1888 in Sorau
Gestorben
17. August 1969 in Berkeley

Otto Sterns Arbeitsleben kann in zwei Phasen aufgeteilt werden: Die theoretische und die experimentelle.

Theoretisch befasste er sich vor allem mit der Molekulartheorie und versuchte das zunächst unverständliche Temperaturverhalten der spezifischen Wärmen in kristallinen Körpern aufzuklären. Dabei wurde er von Albert Einstein stark beeinflusst.

Auf dem experimentellen Sektor entwickelte er Geräte mit denen Atom- oder Molekularstrahlen gebildet werden konnten und beobachtete und untersuchte deren Verhalten. Er stellte fest, dass sich Atome im luftleeren Raum in gerader Linie fortbewegen und dass diese Bewegungen durch Magnetfelder beeinflusst werden.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten kam Stern aufgrund seiner jüdischen Herkunft einer Suspendierung zuvor: Er reichte selbst sein Rücktrittsgesuch ein. Einer Einladung des "Carnegie-Institutes of Technology" folgte er in die USA. Dort baute er ein neues Molekularstrahllabor auf.

1943 wurde ihm der Nobelpreis für Physik verliehen, den er aber infolge der Kriegsereignisse erst 1945 entgegennehmen konnte.

Er emeritierte 1945 und lebte bis zu seinem Tod durch Herzversagen in Berkeley.

Chronologie

1888Geboren am 17. Februar in Sorau
1906Studium der physikalischen Chemie in Freiburg, München und Breslau
1912Doktor der Philosophie
1913 - 1914Privatdozent der Physikalischen Chemie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule
1914 - 1921Privatdozent der Theoretischen Physik an der Universität Frankfurt am Main
1921 - 1922Professor der Theoretischen Physik an der Universität Rostock
1923 - 1933Professor der Physikalischen Chemie und Labordirektor an der Universität Hamburg
1933 - 1945Professor der Physik an der Carnegie Institute of Technology, Pittsburgh
1969Gestorben am 17. August in Berkeley