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Josef StefanZoomA-Z

Biographie

Geboren
24. März 1835 in St. Peter bei Klagenfurt (Kärnten)
Gestorben
07. Januar 1893 in Wien

Josef Stefan, Sohn ungebildeter slowenischer Eltern, arbeitete bereits als Kind im elterlichen Geschäft und besuchte das Gymnasium in Klagenfurt.

Im Alter von 22 Jahren veröffentlichte Stefan zwei selbstständige Untersuchungen über physikalische Gegenstände.

Er befasste sich im Besonderen mit wichtigen Problemen der kinetischen Gastheorie (Diffusion, Verdampfung). Eine seiner bedeutendsten Leistungen ist das Gesetz über die Intensität der Wärmeleitung.

Bekannt wurde Stefan vor allem durch seinen Schüler Boltzmann, der besonders dessen Diathermometer würdigte. Eine Entwicklung, mit der Stefan das Wärmeleitvermögen in Gasen bestimmte. Durch seine Messungen konnte er die theoretischen Ergebnisse der Atomphysik bestätigen. Außerdem lieferte er Beiträge zur Elektrizitätstheorie und Hydrodynamik und gab wichtige Berechnungen zur Theorie der Wechselströme, insbesondere zum Induktionskoeffizienten von Drahtrollen.

Darüber hinaus trug er zur Übernahme der Maxwell'schen Theorie auf dem Festland bei und leistete wichtige Beiträge zu optischen und akustischen Problemen.

Seiner Reputation als Wissenschaftler verdankte er die Ernennung zum korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien. Diese zollte ihm fünf Jahre später mit der Verleihung des "Lieben-Preises für Physik" Anerkennung für seine Arbeit über das unpolarisierte Licht.

Chronologie

1835Geboren am 24. März in St. Peter bei Klagenfurt (Kärnten)
1853 Studium an der philosophischen Fakultät der Wiener Universität
1860 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien
1865 Erhält den "Lieben-Preis" für seine Arbeit über die Natur des unpolarisierten Lichtes.
1866 ordentlicher Professor für höhere Physik an der Universität Wien und Direktor des physikalischen Institutes
1872 Erste Arbeiten über das Wärmeleitvermögen von Gasen, die letztendlich in der Erfindung des "Diathermometers" gipfeln.
1879 Veröffentlicht eine Arbeit "über die Beziehung zwischen der Wärmestrahlung und der Temperatur" in der er das berühmte "T4-Gesetz" aufstellt.
1883 Vorsitzender bei der internationalen elektrischen Ausstellung in Wien
1885 Präsident der internationalen Stimmtonkonferenz in Wien und Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften.
1893Gestorben am 07. Januar in Wien