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Staudinger-IndexZoomA-Z

Der Staudinger-Index [η] wird auch intrinsische Viskosität oder Grenzviskositätszahl genannt. Gelöste Polymere erhöhen die Viskosität des Lösemittels, selbst wenn sie nur in sehr geringen Konzentrationen vorliegen. Die Viskositätserhöhung durch den gelösten Stoff hängt von dessen hydrodynamischem Volumen ab. Es wird die reduzierte Viskosität ηred eingeführt, um den Beitrag des Polymers zur gesamten Viskosität zu beschreiben.

ηred=1cηc-η0η0ηred = reduzierte Viskositätηc = Viskosität der Lösung mit Polymer der Konzentration cη0 = Viskosität des reinen Lösemittels

Der Staudinger-Index [η] stellt den durch Extrapolation der Konzentration c auf c = 0 ermittelten Grenzwert der reduzierten Viskosität dar.

limc0ηred=[η]

Der Staudinger-Index steht für das hydrodynamische Volumen pro Gramm Polymer und ermöglicht dadurch die Bestimmung der mittleren Molmasse von Polymerproben durch Viskositätsmessungen.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

GelpermeationschromatographieLevel 220 min.

ChemieMakromolekulare ChemiePolymeranalytik

Die Molmassenbestimmung mit Hilfe der Gelpermeationschromatographie wird dargestellt.

ViskosimetrieLevel 220 min.

ChemieMakromolekulare ChemiePolymeranalytik

Die theoretischen Grundlagen der Bestimmung der Molmassen von Polymeren aus der Viskosität von Polymerlösungen werden vermittelt. Dabei wird die Beziehung zwischen Grenzviskositätszahl und Molmasse durch die Mark-Houwink-Gleichung hergestellt. Die Auswertung der Messungen wird beschrieben.