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Wendell Meredith StanleyZoomA-Z

Biographie

Geboren
16. August 1904 in Ridgeville (Indiana, USA)
Gestorben
15. Juni 1971 in Salamanca (Spanien)

Seit Beginn seiner Tätigkeit in Princeton beschäftigte sich Stanley mit Viren. Als Untersuchungsobjekt diente fortan das Tabakmosaikvirus, eines der wenigen bekannten Pflanzenviren. Schon 1934 entdeckte er, dass sich das Virus durch eine Protease inaktivieren lässt. Ein Jahr später gelang es, das Virus zu kristallisieren; die lange Nadelform des Virus erlaubte das relativ schnell. Weiterhin konnte Stanley zeigen, dass die Kristalle zum überwiegenden Teil aus Nucleoprotein und nur zu 6 % aus Nucleinsäure bestehen. Röntgenstrukturanalysen belegten den Aufbau aus einer fadenförmigen DNA und dem Hüllprotein. Stanley war der erste, der durch chemische Modifikation der Virushülle zeigen konnte, dass die Virusaktivität dennoch voll erhalten bleibt. Er ging aber nicht den konsequenten Schritt, DNA als Erbmaterial zu definieren. Seine Arbeiten eröffneten den Zwischenraum zwischen lebender Materie und chemischen Substanzen, deshalb gilt Stanley als der Vater der experimentellen Virologie.

Chronologie

1904Geboren am 16. August in Ridgeville (Indiana, USA)
1926 - 1929Promotion in Chemie an der University of Illinois
1930 - 1932Postdoc bei Heinrich Wieland in München (Nobelpreis 1927)
1932 - 1948wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rockefeller-Institut für Medizinische Forschung in Princeton, New Jersey
1948 - 1971Professor für Biochemie und Direktor des Virus Laboratory an der University of California in Berkeley
1971Gestorben am 15. Juni in Salamanca (Spanien)