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Spin-EchoZoomA-Z

Fachgebiet - Spektroskopie

Der als Spin-Echo bezeichnete Effekt kann bei zeitaufgelösten Messungen (Free Induction Decay FID) in der NMR-Spektroskopie beobachtet werden. In Gegenwart des magnetischen Feldes B0 sind die Kernspins in der Probe zunächst in z-Richtung (= Feldrichtung) ausgerichtet, jedoch gibt es keine Magnetisierung in der x-y-Ebene, da die einzelnen Kernspins nicht in Phase sind. Durch einen Radiopuls mit der Larmor-Frequenz kann der Magnetisierungsvektor in Richtung der y-Achse gedreht werden, ein solcher Puls wird deshalb auch als 90-Puls bezeichnet. Diese so genannte transversale Magnetisierung zerfällt jedoch mit der Zeitkonstante T2, dies wird auch als Dephasierung der Magnetisierung bezeichnet.

Nach einem Zeitintervall τ wird ein weiterer Radiopuls eingestrahlt. Dieser 180-Puls ändert das Vorzeichen der Magnetisierung in y-Richtung. Dadurch wird der Vorgang der Dephasierung umgekehrt und das transversale Signal kehrt als Spin-Echo zurück, wobei die Rückkehrzeit genau τ entspricht, also dem zeitlichen Abstand zwischen 90- und 180 -Puls. Eine praktische Anwendung des Spin-Echo-Effektes besteht in der Bestimmung von T2-Werten.