zum Directory-modus

SpannungsrisskorrosionZoomA-Z

Fachgebiet - Technische Chemie

Unter Spannungsrisskorrosion versteht man eine chemische und/oder elektrochemische Korrosion eines Werkstoffes unter gleichzeitiger Einwirkung eines Korrosionsmittels und einer statischen Zugspannung.

Im Bauwesen ist die Spannungsrisskorrosion besonders gefürchtet, da sie nur schwer festzustellen ist und zu schlagartigem Versagen von Spannbetonbauteilen führen kann. Einfluss auf das Entstehen von Spannungsrisskorrosion haben Temperatur, Korrosionspotential, Konzentration der korrodierenden Substanzen sowie die mechanische Zugspannung.

Zur Spannungsrisskorrosion neigende Kunststoffe können selbst dann einreißen, wenn sie nicht mechanisch beansprucht werden. Der Grund sind innere Spannungen, die bei der Verarbeitung, z.B. beim Spritzgießen, entstehen und aufgrund schnellen Abkühlens nicht vollständig relaxieren können. Bei Kontakt mit Lösemitteln (Klebstoffe, Schäumhilfen), Ölen (Nahrungsmittel) oder anderen organischen Substanzen ändern sich dann die mechanischen Eigenschaften. Das Material gibt den Spannungen nach und reißt.

Siehe auch: Spannungsrissbildung

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Mechanische Eigenschaften von PolystyrolLevel 325 min.

ChemieMakromolekulare ChemiePolymereigenschaften

Einige wichtige mechanische Eigenschaften (Elastizitätsmodul, Spannungs-Dehnungs-Diagramm, Spannungsrissempfindlichkeit) von Polystyrol werden erläutert.