zum Directory-modus

SilberfärbungZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Die Silberfärbung ist ein neben der Coomassie-Färbung das in der Molekularbiologie vorwiegend verwendete Verfahren zur Visualisierung von Proteinbanden nach einer gelelektrophoretischen Auftrennung im Polyacrylamid-Gel.

Diese Färbemethode ist etwa um das 10- bis 100-fache sensitiver als die Coomassie-Färbung, kann aber nur eingeschränkt zur Quantifizierung von Proteinen eingesetzt werden. Silber (Ag) färbt bestimmte Proteine wie z.B. nucleoläre Proteine besonders stark an, während andere Proteine wie z.B. Troponin C, Calmodulin oder einige Histone gar nicht gefärbt werden. Die chemische Reaktion, auf der diese Färbemethode basiert, ähnelt der in der Fotografie verwendeten Reaktion: Nach der Fixierung in einer Essigsäure/Ethanol-Lösung wird das Polyacrylamid-Gel mit Silbernitrat (AgNO3) behandelt. Die Ag+-Ionen binden (nichtstöchiometrisch) an Proteine und werden dann mit alkalischem Formaldehyd zu elementarem Ag reduziert, das die Proteine im Gel schwarz färbt.

Siehe auch: Coomassie-Färbung

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

GelelektrophoreseLevel 260 min.

BiochemieArbeitsmethodenBiotechnische Verfahren

Proteine können durch eine Elektrophorese getrennt werden. Einige der gängigsten Methoden werden in dieser Lerneinheit vorgestellt.