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SiderophoreZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Siderophore (von griechisch sideros "Eisen" und phorein "tragen"), synonym auch als Siderochrome bezeichnet, sind niedermolekulare, wasserlösliche Substanzen, die Fe(III)-Ionen in Form von Chelat-Komplexen spezifisch und mit hoher Affinität binden können. Sie werden von Mikroorganismen (Bakterien und Pilzen) gebildet und für den Eisen-Transport aus dem umgebenden Medium in die Zelle benutzt.

Die Produktion von Siderophoren wird häufig durch Eisenmangel induziert. Der Transport in die Zelle erfolgt mit Hilfe spezieller Siderophor-spezifischer Membrantransporter. Viele charakterisierte Siderophore sind nicht-ribosomal synthetisierte Peptide, einige dieser Verbindungen haben auch antibotische Aktivität. Beispiele für bakterielle Siderophore sind Enterobactin (aus Escherichia coli) und Bacillibactin (aus Bacillus subtilis). Das Ferrichrom ist ein pilzliches Siderophor (aus dem Schimmelpilz Ustilago sphaerogena).

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

EvolutionLevel 260 min.

BiochemieBiologische GrundlagenAllgemeine biologische Grundlagen

Wie ist es möglich, dass aus chemischen Elementen und einfachsten Verbindungen Leben entstand? Angesichts der lebensfeindlichen Umweltbedingungen auf der noch jungen Erde, hat die Natur eine enorm Vielfalt an Lebensformen auf der Basis einfacher Biomoleküle hervorgebracht.