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Shore-HärteZoomA-Z

Das Härteprüfverfahren nach Shore ist eine Eindringhärteprüfung und ergibt einen nach Albret Shore benannten, besonders in der Kunststoffprüfung weit verbreiteten Werkstoffkennwert.

Bei der Prüfung nach Shore wird der Widerstand gegen das Eindringen eines federbelasteten Prüfstiftes in den Prüfkörper gemessen. Die Härtewerte nach Shore sind dimensionslos und liegen im Bereich von 0 bis 100. Sie werden an einer Messuhr abgelesen.

Umso weicher das Material ist, desto tiefer dringt der Prüfstift in das Material ein. Das Prüfgerät ist so konstruiert, dass der Prüfstift maximal 2,5mm tief eindringen kann (dann beträgt der Shore-Wert Null), dringt der Stift überhaupt nicht in das Material ein (Eindringtiefe 0mm), so beträgt der Shore-Wert 100.

Da die Härte von Kunststoffen auch von der Temperatur abhängt, sollte dies für den Erhalt vergleichbarer Werte im Bereich 23°C eingehalten werden. Auch sollte die Probe ausreichend dick sein, um den Einfluss der Unterlage auszuschließen (für weiche Proben bis 50 Shore mindestens 9mm, bei härteren mindestens 6mm).

Die Methoden Shore A und Shore D unterscheiden sich durch die Form der Prüfspitze und durch die wirkende Federkraft, mit der die Spitze auf das Material gedrückt wird: Shore A verwendet einen Kegelstumpf als Spitze und eine Kraft von 12,5N, Shore D verwendet einen abgerundeten Kegel als Spitze und eine Kraft von 50N.