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Friedrich Wilhelm SertürnerZoomA-Z

Biographie

Geboren
19. Juni 1783 in Neuhaus
Gestorben
20. Februar 1841 in Einbeck

Der 1783 in Neuhaus bei Paderborn geborene Friedrich Wilhelm Sertürner trat nach Beendigung seiner Lehre in die Einbecker Ratsapotheke als Apothekergehilfe ein, wo er schon früh anfing, unter einfachsten Laborbedingungen mit Arzneistoffen zu experimentieren. Sein besonderes Interesse galt jedoch dem Opium. Schließlich wies er im Opium eine freie Säure nach. Es gelang ihm, sie zu isolieren und ihre Eigenschaften zu analysieren. Kurz darauf, im Jahre 1806, schilderte er die Entdeckung des Morphiums, des so genannten "schlafmachenden Prinzips", wie es damals noch genannt wurde.

Die akademischen Pharmazeuten in den Universitäten zu Jena, Göttingen und Erfurt schenkten seiner Entdeckung zu dieser Zeit noch kaum Beachtung - warum sollte auch ein "junger Mann aus der Provinz" eine bahnbrechende Entdeckung gemacht haben! Erst elf Jahre später, 1817, gelang ihm der Durchbruch mit der heute weltberühmten Arbeit "Ueber das Morphium, eine neue salzfähige Grundlage, und die Mekonsäure, als Hauptbestandteile des Opiums". Seinen Analysen lagen zahlreiche Selbstversuche zugrunde. Er wies früh, neben der positiven Wirkung, auf die Gefährlichkeit Morphiums im unreinen Zustand (mit Mekonsäure) hin.

1841 starb Sertürner an den Folgen einer fieberhaften Infektion. Er liegt in der Kapelle St. Bartholomäus - unter den Einbeckern auch "Sertürner-Kapelle" genannt - vor den Toren Einbecks in der Familiengruft seiner Frau begraben. Auch heute noch wird Morphium bei der Behandlung schwerster Schmerzzustände angewandt.

Chronologie

1783Geboren am 19. Juni in Neuhaus
1799Apothekerlehre
1803Abschluss des Gehilfenexamens
1806Entdeckung des Morphiums
1811Leitung einer eigenen Apotheke in Einbeck
1817Werk "Ueber das Morphium, eine neue salzfähige Grundlage, und Mekonsäure, als Hauptbestandteile des Opiums"
1820Übernahme der Ratsapotheke in Hameln
1841Gestorben am 20. Februar in Einbeck