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SensibilisierungZoomA-Z

Fachgebiet - Medizin, Immunologie

Sensibilisierung bezeichnet in der Immunologie einen Vorgang, der einer Allergie vorausgeht. Das Immunsystem wird beim ersten Kontakt mit einem Allergen (z.B. Pollen, Milbenkot, Beifuß-Ambrosie) dahingehend stimuliert, dass bei einem erneuten Kontakt mit diesem Allergen eine allergische Reaktion ausgelöst wird.

Die Sensibilisierung beginnt, wenn das Allergen von Antigen-präsentierenden Zellen z.B. der Schleimhäute aufgenommen wird und diese Zellen dann Fragemente des Allergens auf ihrer Oberfläche exponieren. T-Helferzellen erkennen das so präsentierte Antigen und stimulieren nun ihrerseits B-Zellen, die Antigen-spezifische IgE-Antikörper bilden und sezernieren. Diese im Blut zirkulierenden IgE-Moleküle binden an die Oberfläche von Granulocyten und Mastzellen. Kommt es nun zu einem weiteren Kontakt mit diesem Antigen, ist das Immunsystem sensibilisiert: Mastzellen mit dem passenden IgE-Antikörper werden durch Bindung des Antigens angeregt, das in ihren Vesikeln gespeicherte Histamin auszuschütten. Der Botenstoff Histamin bindet nun an Gewebezellen in der Nachbarschaft und löst so die allergische Sofortreaktion aus.

Warum manche Menschen auf bestimmte Allergene reagieren, ist nach wie vor ungeklärt. Eine Sensibilisierung lässt sich über einen Hauttest nachweisen.

Siehe auch: Desensibilisierung

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

2.1 - 2.5 - Aspirin (gesamt)Level 4100 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Die Abschnitte dieser Lerneinheit beschreiben die historischen Zusammenhänge und die Entdeckung des Aspirins durch Felix Hoffmann, sowie die im Laufe des 20. Jahrhunderts neu entdeckten Indikationsgebiete für Aspirin. Nach einer ausführlichen Behandlung der biochemischen Grundlagen der Aspirin-Wirkung durch Hemmung der Cyclooxygenase im Arachidonsäure-Stoffwechsel folgen eine Erläuterung der medizinisch-chemischen Zusammenhänge zwischen den Indikationsgebieten Schmerz, Entzündung, Fieber sowie Herz-Kreislauferkrankungen und der Aspirin-Wirkung. Den Abschluss bildet ein umfangreiches Kapitel, in dem die Struktur der Cyclooxygenase und die molekularen Wechselwirkungen zwischen Aspirin und der Cyclooxygenase beschrieben werden.

2.3 - Aspirin - KrankheitenLevel 260 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit erläutert die medizinisch-chemischen Zusammenhänge zwischen den Indikationsgebieten Schmerz, Entzündung, Fieber sowie Herz-Kreislauferkrankungen und Prostaglandinen und somit der Aspirin-Wirkung (Hemmung der Prostaglandin-Biosynthese).