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SeifeZoomA-Z

Fachgebiet - Organische Chemie

Gewöhnlich werden mit Seife (von lateinisch sapo) die Natrium- oder Kaliumsalze von gesättigten und ungesättigten höheren Fettsäuren bezeichnet, die als feste oder halbfeste Gemische hauptsächlich für Wasch- und Reinigungszwecke Verwendung finden. Ihre Waschwirkung beruht dabei auf der Herabsetzung der Oberflächenspannung des Wassers. Die langen Kohlenwasserstoffgruppen der als Micellen im Wasser vorliegenden Seifenmoleküle wechselwirken insbesondere mit fetthaltigem Schmutz. Die polaren Enden ragen jedoch weiterhin in das umgebende Wasser hinaus. Der Schmutz wird durch die Seifenmoleküle schließlich vollständig umhüllt und von der Unterlage abgelöst. Die Vielzahl der so mit Seifenmolekülen gespickten Schmutzpartikel bildet im Wasser eine haltbare Emulsion, die am Ende des Waschvorganges abgeführt werden kann.

Der Begriff Seife bezeichnet darüber hinaus in der Geologie und Lagerstättenkunde eine lokale, mechanische Anreicherung von spezifisch schwereren und mechanisch oder chemisch besonders resistenten Mineralien, die durch einen Verwitterungsprozess und/oder Transportprozess selektiert wurden. Bekannt sind z.B. so genannte Goldseifen, die durch Flusswasser angereichert wurden.

Siehe auch: Fettsäuren

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

LösungenLevel 240 min.

ChemieAllgemeine ChemieFlüssigkeiten

In der Lerneinheit wird auf den Begriff der Lösung eingegangen.

FettsäurenLevel 25 min.

ChemieOrganische ChemieCarbonsäuren

Die Lerneinheit beschreibt den Aufbau und die Struktur von Fettsäuren und Arten der Herstellung.