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Hermann SchnellZoomA-Z

Biographie

Geboren
08. September 1916 in Gaienhofen
Gestorben
07. September 1999 in Gaienhofen

Die herausragende Leistung von Hermann Schnell war die Entwicklung von Polycarbonat aus Bisphenol A und Phosgen. Schon zwei Monate nach seinem Wechsel ins Wissenschaftliche Hauptlaboratorium in Uerdingen gelang ihm im Sommer 1953 der Durchbruch auf seinem neuen Arbeitsgebiet. Beim Analysieren der Laborberichte und der Produktionsverfahren im Werk stieß er auf eine chemische Reaktion, bei der er sofort erkannte, dass er nur eine der beteiligten Substanzen austauschen musste, um einen Kunststoff herzustellen. Später war Schnell überzeugt, seinen raschen Erfolg unter anderem der Fähigkeit zu verdanken, "verschiedene Dinge zu kombinieren, Verknüpfungen zu schaffen, verschiedene Informationen in eine sinnvolle Ordnung zu bringen."

Im Jahr 1970 erhielt er die Hermann-Staudinger-Gedächtnismedaille und 1976 den Swinburne Award. Insgesamt entwickelte Hermann Schnell etwa 400 eigene Patente. 1995 richtete er mit 1 Million DM aus seinem Privatvermögen eine nach ihm benannte Stiftung ein, die junge Wissenschaftler aus dem Gebiet der makromolekularen Forschung fördert.

Chronologie

1916Geboren am 08. September in Gaienhofen
Klingen-Oberrealschule der ehemaligen freien Reichsstadt Frankfurt
1937 - 1944Studium der Chemie, Promotion unter Hermann Staudinger an der Universität Freiburg.
1946Eintritt in die Forschung und Entwicklung der Bayer AG, Leverkusen
1953Leitung des neuen Forschungslabors in Krefeld-Uerdingen
1972 - 1976Leiter der zentralen Forschung
1999Gestorben am 07. September in Gaienhofen