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Frederick SangerZoomA-Z

Biographie

Geboren
13. August 1918 in Rendcombe (Gloucestershire, Großbritannien)

Ab 1943 beschäftigte sich Sanger mit der Analyse der Aminosäure-Sequenz von Proteinen und entwickelte ein Verfahren zur Sequenzbestimmung. Mit Hilfe dieser Methode gelang ihm die erste vollständige Aufklärung der Aminosäure-Sequenz von Insulin, die er 1955 veröffentlichte. Er erhielt 1958 den Chemienobelpreis für seine Arbeiten über die Struktur von Proteinen, besonders von Insulin. Mit der 2,4-Dinitro-1-fluorbenzol-Markierung ("Sangers Reagenz") legte er den Grundstein zur Proteinsequenzierung. In den 1960iger Jahren entwickelte er Methoden zur Sequenzanalyse von Ribonucleinsäuren (Fingerprint-Methode) und in den 1970iger Jahren zur Sequenzierung von DNA - 1978 wurde die Sequenz des Bakteriophagen φX174-Genoms publiziert. 1980 erhielt er zusammen mit Walter Gilbert und Paul Berg einen zweiten Chemienobelpreis für Arbeiten zur Bestimmung der Basensequenzen in Nucleinsäuren.

Die Arbeiten von Frederick Sanger gelten als ein besonders prägnantes Beispiel für effektive Forschung. Seine Publikationsliste ist vergleichsweise sehr kurz. Die Zahl seiner Mitarbeiter und Schüler ist ebenfalls eher gering. Dennoch ist er bisher der einzige Chemiker, der den Nobelpreis für Chemie zweimal bekommen hat.

Chronologie

1918Geboren am 13. August in Rendcombe (Gloucestershire, Großbritannien)
1936 - 1939Studium an der Universität Cambridge, England mit dem Abschluss Bachelor of Arts
1939 - 1943Promotion an der Universität Cambridge
1944 - 1961Forschungen in der Abteilung für Biochemie der Medical Research Councils in Cambridge
1958Nobelpreis für Chemie
1962Wechsel an das Laboratorium für Molekularbiologie in Cambridge
1980Nobelpreis für Chemie
Gestorben am . in

Literatur

Sanger, F. (1952): The arrangement of amino acids in chains. In: Adv. Prot. Chem.. 7 , 1-67