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SaccharimetrieZoomA-Z

Fachgebiet - Analytische Chemie, Biochemie

Die Saccharimetrie ist eine Methode, mit der man die Konzentration von Zuckern, wie die des Disaccharides Saccharose (α-D-Glucopyranosyl-1,2-β-D-fructofuranosid, C12H22O11), bestimmen kann. Zucker sind optische aktive Verbindungen, weil sie mehrere asymmetrische Kohlenstoffzentren enthalten. Während die Saccharose nur in der im Folgenden gezeigten Struktur vorkommt, können die enthaltenden Monosaccharide, Glucose und Fructose, in mehreren miteinander im Gleichgewicht stehenden Formen auftreten (z.B.:α -D-Glucose, β-D-Glucose; Mutarotation). Die Konzentrationsbestimmung erfolgt über die Messung des spezifischen Drehwinkels in so genannten Halbschattenpolarimetern. Die Saccharose ist rechtsdrehend und sie weist in Wasser bei Licht der Wellenlänge λ = 589 nm (Natrium-Dampflampe) und T = 20 °C einen Wert von + 66,4° auf. Die Berechnung der Konzentration ergibt sich dann nach der Gleichung:

α = α 0x c x d

bzw. nach Umstellung:

c=αd x α0

Dabei bedeuten d = optische Weglänge [cm]; α= der gemessene Drehwinkel; α0 = eine stoffspezifische Konstante, c = die Konzentration der Saccharose in [Mol/l]. Neben der polarimetrischen Bestimmung ist die refraktometrische Analyse gebräuchlich. Anwendungen der Saccharimetrie sind die Bestimmung des Saccharose-Gehaltes in Brauereiprodukten und anderen Getränken.

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Abb.1
Verschiedene Strukturformeln der Saccharose

Siehe auch: Polarimetrie

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Polarisation von Licht - GrundlagenLevel 145 min.

PhysikOptikWellenoptik

In dieser Lerneinheit geht es darum, Polarisation als eine weitere für Lichtwellen charakteristische Eigenschaft kennen zu lernen. Eine Eigenschaft, die unserem Sehsinn nicht direkt zugänglich ist und dennoch zahlreiche technische Anwendungen findet. Hier werden zunächst die Grundlagen einer Polarisation von Licht besprochen.