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Ernest RutherfordZoomA-Z

Biographie

Geboren
30. August 1871 in Spring Grove, Neuseeland
Gestorben
19. Oktober 1937 in Cambridge

Rutherford, Sohn von zwei britischen Einwanderern, zeigte sein großes Talent schon zu Schulzeiten und konnte durch mehrfach gewährte Stipendien die Universität von Christchurch in Neuseeland und danach das Cavendish-Laboratorium in Cambridge besuchen. Seine schon in Neuseeland begonnenen Arbeiten über die magnetisierende Wirkung schnell oszillierender elektromagnetischer Felder, führte er dort unter der Leitung von Joseph John Thomson durch. Seine erste wissenschaftliche Publikation erschien bereits 1894 in den 'Transactions of the New Zealand Institute'.

Er stellte den damaligen Entfernungsrekord für Radiowellenempfang von 0,5 Meilen mit Hilfe eines selbsterfundenen magnetischen Detektors auf.

Nach der Entdeckung der Radioaktivität im Jahre 1896 bekam seine Forschung eine neue, seine weitere Laufbahn beeinflussende Richtung. Er entdeckte anhand von Untersuchungen der ionisierenden Wirkung radioaktiver Strahlung auf Gase zwei unterschiedlich stark absorbierbare Komponenten, die er Alpha- und Beta-Strahlen nannte.

1903 gelang ihm ihre Ablenkung im starken Magnetfeld und der Nachweis, dass diese positiv geladen sind. Dass es sich um zweifach positiv geladene Helium-Ionen bzw. Heliumkerne handelt, zeigten wiederum 1908 zwei Mitarbeiter Rutherfords, Hans Geiger und Thomas Royds. Das Gesetz des radioaktiven Zerfalls fand er 1902 gemeinsam mit Frederick Soddy.

Rutherford erhielt im Jahre 1908 den Nobelpreis für Chemie für seine Untersuchungen über den Zerfall der Elemente und die Chemie der radioaktiven Materie.

Ernest Marsden und Hans Geiger suchten im Jahre 1909, in Folge der 1906 entdeckten Schmalwinkelstreuung von Alpha-Teilchen beim Durchtritt durch dünne Materieschichten, in Rutherfords Labor nach einer potentiellen Weitwinkelstreuung.

Chronologie

1871Geboren am 30. August in Spring Grove, Neuseeland
In der Schule erbrachte er außergewöhnliche Leistungen und erhielt ein Stipendium für die Universität von Christchurch in Neuseeland und besuchte danach das Cavendish- Laboratorium in Cambridge.
1898Berufung als Professor für Physik an die McGill-Universität in Montreal, Kanada
1907Langworthy-Lehrstuhl in Manchester
1922Rutherford wird geadelt.
1925Präsidenten der Royal Society.
1931Rutherford wird baronisiert (Lord Rutherford of Nelson).
1937Gestorben am 19. Oktober in Cambridge

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Frühe AtommodelleLevel 160 min.

ChemieAllgemeine ChemieAtombau

Eine wesentliche Voraussetzung für das Verständnis vieler chemischer Sachverhalte ist zunächst die Kenntnis des Aufbaus von isolierten Atomen. Frühe Atommodelle liefern die Grundlage der heutigen Atom-Theorien. In dieser Lerneinheit wird auf die historische Atommodelle eingegangen.

Theoretische Chemie: Einführung und historische EntwicklungLevel 145 min.

ChemieTheoretische ChemieGrundlagen

Es wird ein Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Quantentheorie und den Vorstellungen vom (atomistischen) Aufbau der Materie gegeben.