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RNaseZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Molekularbiologie

RNasen (synonym auch als Ribonucleasen bezeichnet) sind RNA-abbauende Enzyme. Sie katalysieren die Hydrolyse von Phosphodiester-Bindungen in RNA-Strängen und kommen in einer Reihe verschiedener Typen vor, die sich unter anderem hinsichtlich ihrer Substratspezifität unterscheiden. So spaltet beispielsweise die RNase A nur nach Nucleotiden mit Pyrimidin-Base und die RNase T1 nur nach Guanosin, während die RNase T2 keinerlei Spezifität erkennen lässt und den RNA-Strang an allen Positionen schneiden kann. Wie bei anderen Polymer-abbauenden Enzymen kann man RNasen in Endo- und Exoribonucleasen einteilen, je nachdem, ob die Hydrolyse innerhalb oder an den Enden der RNA-Kette stattfindet.

Für die Enzymkatalyse spielt (ebenso wie für die nicht-enzymatische alkalische Hydrolyse) die Hydroxy-Gruppe in Position 2 des Zuckerrings eine entscheidende Rolle, da intermediär ein 2',3'-cyclo-Phosphat gebildet wird. Deshalb sind DNA-Stränge mit ihren 2'-Desoxy-Zuckern gegenüber RNase-Verdau stabil.