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RingstromZoomA-Z

In der 1H-NMR-Spektroskopie beobachteter Effekt bei dem in konjugierten π-Systemen cyclischer Verbindungen durch das äußere Magnetfeld ein Ringstrom hervorgerufen wird, der seinerseits ein zweites Magnetfeld induziert. In aromatischen Verbindungen werden dadurch die außerhalb des Rings befindlichen Protonen einem stärkeren Magnetfeld ausgesetzt, was eine stärkere Entschirmung zur Folge hat und zu einer anwachsenden chemischen Verschiebung der Signale im NMR-Spektrum führt (δ = 7,27 ppm bei Benzol gegenüber δ = 5,84 ppm bei Ethen). In cyclisch konjugierten Systemen, die nach der Hückel-Regel nicht aromatisch sind, wird dieser Effekt nicht beobachtet (z.B. beim [16]Annulen δ = 5,40 ppm der außen liegenden Protonen). Der Ringstrom-Effekt kann damit als Kriterium der Aromatizität einer Verbindung herangezogen werden.

In der 13C-NMR-Spektroskopie hat der Ringstrom keine vergleichbare Bedeutung.