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RetrosyntheseZoomA-Z

Fachgebiet - Organische Schemie

Das Konzept der retrosynthetischen Analyse ist für die Planung einer Synthese von zentraler Bedeutung. Das Zielmolekül (Target) wird hierzu Schritt für Schritt durch Bindungsbrüche in immer kleinere Synthesebausteine, die Synthone zerlegt. Indem mögliche Reaktionswege auf diese Weise rückwärts durchlaufen werden, lässt sich das Spektrum möglicher Reaktionen auf sinnvolle und praktikable Varianten eingrenzen. Ziel dieser Überlegungen ist es, den jeweiligen zeitlichen und labortechnischen Aufwand, die Kosten und die zu erwartenden Ausbeuten miteinander abzuwägen und das Synthesekonzept auf ein möglichst einfaches, preiswertes Startmolekül zurückzuführen.

Chirale Synthone im Rahmen des retrosynthetischen Konzepts, z.B. bei einer Naturstoffsynthese, werden als Chirone oder chiral building blocks bezeichnet. Die Retrosynthese wird meist auf ein leicht verfügbares homochirales Molekül aus dem chiralen Pool zurückgeführt (Milchsäure, Weinsäure, Hexosen).