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Restriktions-Modifikations-SystemZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Mikrobiologie

Der Begriff Restriktions-Modifikations-System (R/M-System) bezeichnet ein prokaryontisches Restriktionsenzym mit seiner spezifischen Methylase. Das Restriktionsenzym ist eine Nuclease, die Fremd-DNA aus Viren oder anderen Prokaryonten endonucleolytisch spaltet und damit unschädlich macht, sobald diese DNA in die Zelle aufgenommen wird. Restriktionsenzyme werden daher auch als ursprüngliches, prokaryontisches System zur Abwehr von fremder DNA gedeutet. Die zugehörige Methylase hat die Aufgabe, die zelleigene DNA so zu methylieren, dass diese durch das Restriktionssystem nicht abgebaut werden kann: das spezifische Methylierungsmuster schützt also vor dem Nuclease-Abbau.

Restriktionsenzyme wie EcoRI haben die Gentechologie revolutioniert, da diese Enzyme eine gezielte, reproduzierbare Spaltung von DNA-Molekülen ermöglichen. Die Bezeichnung dieser Enzyme setzt sich zusammen aus dem Herkunftsorganismus (z.B. E. coli: Eco), die von einer Stammbezeichnung ergänzt werden kann (z.B. Stamm R) und einer Nummerierung (z.B. I).

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

NucleasenLevel 360 min.

BiochemieStoffwechselEnzyme und Enzymklassen

Beschreibung der von Nucleasen, insbesondere Restriktionsendonucleasen, katalysierten Reaktionen mit Beispielen.