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Tadeus ReichsteinZoomA-Z

Biographie

Geboren
20. Juli 1897 in Wloclawek (Polen)
Gestorben
01. August 1996 in Basel (Schweiz)

Tadeus Reichstein war ein Schweizer Chemiker, der sowohl durch seine Arbeiten auf dem Gebiet der Synthese als auch durch seine biochemischen Forschungen hervortrat. Als Kind polnischer Einwanderer wuchs er in der Schweiz auf, studierte an der ETH1) in Zürich Chemie und promovierte dort bei dem späteren Nobelpreisträger Staudinger in Polymerchemie. Im Jahr 1932 gelang ihm die Entwicklung einer chemischen Synthese des Vitamin C, die sich im Gegensatz zu früheren Synthesewegen gut für die industrielle Großproduktion eignete. Während seiner Zeit als Professor für Organische Chemie an der Universität Basel beschäftigte sich Reichstein mit einer Vielzahl von Themen, unter anderem mit der Strukturaufklärung von Steroidhormonen, insbesondere des Nebennierenhormons Aldosteron, und mit der Chemie von Herzglycosiden und pflanzlichen Sekundstoffwechselprodukten. 1950 erhielt er gemeinsam mit Edward Kendall und Philip Hench den Nobelpreis für Medizin für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Hormone der Nebennierenrinde, ihrer Struktur und Wirkungen. Nach seiner Emeritierung 1967 arbeitete er intensiv über Farne.

Chronologie

1897Geboren am 20. Juli in Wloclawek (Polen)
1916 - 1919Studium der Chemie an der ETH Zürich
1922Promotion in Chemie bei Staudinger an der ETH Zürich
1931Assistenzstelle bei Leopold Ruzicka an der ETH Zürich
1932Entwicklung der Reichstein-Synthese von Vitamin C (Ascorbinsäure)
1938Ernennung zum Leiter des Pharmazeutischen Instituts der Universität Basel
1946Ruf auf den Lehrstuhl für Organische Chemie an der Universität Basel
1950Nobelpreis für Medizin gemeinsam mit E. Kendall und P. Hench für die Aufklärung der Struktur des Aldosteron
1960 - 1967Direktor des Instituts für Organische Chemie der Universität Basel
1967Emeritierung
1971Ehrenmitglied der Schweizer Gesellschaft für medizinsche Pflanzenforschung
1996Gestorben am 01. August in Basel (Schweiz)