zum Directory-modus

ReaktionsenthalpieZoomA-Z

Fachgebiet - Thermodynamik

Die differenzielle Reaktionsenthalpie ΔrH ist ein partieller Differenzialquotient des totalen Differenzials der Zustandsfunktion H=H(p,T,ξ). Dieser Differenzialquotient wird anschaulich als Summe der partiellen molaren Enthalpien der Edukte und Produkte dargestellt.

ΔrH=(Hξ)p,T=iνiHpart,iΔr=ξ=Differenzialopearatorξ=Umsatzvariablep=DruckT=absolute Temperaturνi=stöchiometrische ZahlHpart,i=partielle molare Enthalpie von Stoff i

Die Summe der partiellen molaren Enthalpien (partielle molare Größe) kann als Differenz geschrieben werden, da die stöchiometrischen Zahlen der Produkte positiv und die der Edukte negativ gezählt werden.

iνiHpart,i=i(|νi|Hpart,i)Proi(|νi|Hpart,i)Edu

Wenn die Reaktionsmischung als ideal angesehen wird, können die partiellen molaren Enthalpien durch molare Enthalpien ersetzt werden.

Die integrale Reaktionsenthalpie ΔH kann durch Integration der differenziellen Reaktionsenthalpie erhalten werden.

ΔH=ξ1ξ2ΔrHdξ=H(ξ2)H(ξ1)Δ=Symbol für eine Differenz

Häufig wird die integrale Reaktionsenthalpie ΔH  als Differenz der molaren Enthalpien Hm,i  der Ausgangsstoffe (Produkte) und Endstoffe (Edukte) einer chemischen Reaktion beschrieben.

ΔH=i(niHm,i)Proi(niHm,i)Edu

Wenn ideales Verhalten der Reaktionsmischung angenommen wird, können molare anstelle der partiellen Größen eingesetzt werden.

Die integrale Reaktionsenthalpie wird durch Messen der Wärmetönung einer Reaktion bestimmt. Reaktionen mit positiver Enthalpie werden endotherme Reaktionen genannt und Reaktionen mit negativer Enthalpie exotherme Reaktionen.

Bleibt der Druck während der Reaktion konstant, ist die integrale Reaktionsenthalpie gleich der zu- oder abgeführten Reaktionswärme Qp.

ΔH=±Qp

Siehe auch: Reaktionsentropie

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Standard-ReaktionsentropieLevel 115 min.

ChemiePhysikalische ChemieThermodynamik

Es wird die Formel zur Berechnung von Standard-Reaktionsentropien beschrieben. Der Einfluss der Reaktionsentropie auf eine Reaktion wird erläutert.

ThermochemieLevel 130 min.

ChemieAllgemeine ChemieThermodynamik

Die Thermochemie befasst sich mit der quantitativen Bestimmung und theoretischen Deutung der Energien, die bei Zuständsänderungen von einem chemischen System aufgenommen oder abgegeben werden. Betrachtet wird der Zusammenhang zwischen Wärme und chemischer Reaktion.

Versuch zum Wirkungsgrad der PEM-BrennstoffzelleLevel 190 min.

ChemieAllgemeine ChemieElektrochemie

Zwischen theoretisch verbrauchter Gasmenge und tatsächlich erzeugtem Strom lässt sich ein Zusammenhang herstellen. In diesem Experiment wird aus der tatsächlich verbrauchten Gasmenge im Verhältnis zur theoretisch berechneten Gasmenge der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle berechnet.

EnthalpieLevel 145 min.

ChemiePhysikalische ChemieThermodynamik

Einführung und grundlegende Behandlung der kalorischen Zustandsgröße Enthalpie

KalkkreislaufLevel 120 min.

ChemiePhysikalische ChemieThermodynamik

Beschreibung der Vorgänge im Kalkkreislauf (Kalkstein, Branntkalk, Löschkalk, Kalkstein).

Temperaturabhängigkeit des chemischen GleichgewichtsLevel 145 min.

ChemiePhysikalische ChemieThermodynamik

Ein chemisches Gleichgewicht verschiebt sich stets so, dass es dem äußeren Zwang ausweicht. Bei einer Temperaturerhöhung reagieren Produkte zu Edukten, wenn die Reaktion exotherm ist. Die thermodynamische Beschreibung dieses Phänomens und Anwendungsbeispiele sind Gegenstand dieser Lerneinheit.

Schwefeldioxid/Schwefeltrioxid - Saurer RegenLevel 130 min.

ChemiePhysikalische ChemieThermodynamik

Fossile Brennstoffe (Heizöl, Kohle) enthalten je nach Fundort mehr oder weniger Schwefel. Bei der Verbrennung entstehen daher auch Schwefeloxide. In der Luft kann sich daraus saurer Regen entwickeln, der Schäden an Bauwerken, steinernen Kulturdenkmälern und Störungen des ökologischen Gleichgewichts infolge von Versauerung von Gewässern und Böden verursacht.