zum Directory-modus

Rayleigh’sches AuflösungskriteriumZoomA-Z

Bei der Untersuchung von Spektren kommen Spektralgeräte zum Einsatz, die das Licht in seine einzelnen Komponenten zerlegen. Dabei wird jede im Licht enthaltene Frequenz als Spektrallinie abgebildet.

Es wird üblicherweise festgelegt, dass zwei eng benachbarte monochromatische Spektrallinien annähernd gleicher Intensität, die ein Wellenlängenabstand von Δλ haben, durch einen Spektralapparat dann noch als getrennt registriert (aufgelöst) werden, wenn die Intensität des registrierten Signals zwischen den Maxima der beiden Linien auf mindestens 80 % abfällt.

Man kann zwei solche Spektrallinien nicht einfach durch Vergrößerung der Aufnahme des Spektrums auflösen, denn jede Spektrallinie hat wegen des Einflusses der beugenden Öffnung eine endliche Breite. Um die Auflösung eines Spektralapparates zu erhöhen, müssen also große Linsen oder Prismen verwendet oder die Dispersion erhöht, d.h. mehrere Prismen verwendet werden.

Das Auflösungsvermögen eines Spektralapparates ist wellenlängenabhängig und beträgt: A=λΔλ=bdndλ, wobei b die Basislänge des Prismas und n dessen Brechzahl bezeichnet.