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PyrotechnikZoomA-Z

Fachgebiet - Allgemeine Chemie

Von griech. pyr(o) = Feuer abgeleitet. Bezeichnung für eine Technik in Verbindung mit - meist explosiv ablaufender - Verbrennung. Gesetzlich definiert sind pyrotechnische Erzeugnisse als "Gegenstände, die Vergnügungs- oder technischen Zwecken dienen und in denen explosionsgefährliche Stoffe oder Stoffgemische (pyrotechnische Sätze) enthalten sind, die dazu bestimmt sind, unter Ausnutzung der in ihnen enthaltenen Energie Licht-, Schall-, Rauch-, Nebel-, Heiz-, Druck- oder Bewegungswirkungen zu erzeugen" (Sprengstoffgesetz).

Hauptbestandteile in pyrotechnischen Gegenständen sind Oxidationsmittel, d.h. Sauerstoff abgebende Stoffe ( Oxide, Peroxide Chlorate, Perchlorate oder Nitrate), Brennstoffe (u.a. Schwefel, Phosphor, Aluminium, Magnesium, Holzkohle) und weitere Hilfsstoffe, z.B. zur Flammenfärbung, als Umhüllungsmaterial usw. Die verwendeten explosionsgefährlichen Stoffe unterscheiden sich von den typischen Sprengstoffen, da sie in der Regel nur schnell abbrennen, aber nicht detonieren. Die Risiken im Umgang mit pyrotechnischen Erzeugnissen liegen vor allem in der Reib- und Schlagempfindlichkeit der eingesetzten Materialien und der Gefahr unkontrollierter Zündungen durch elektrostatische Auf- oder Entladungen.

Typische pyrotechnische Erzeugnisse sind Feuerwerkskörper, aber auch Zündhölzer oder Treibladungen in Airbags. Militärisch bzw. durch die Polizei genutzte Produkte der Pyrotechnik sind Brand-, Nebel- und Rauchwaffen sowie Leuchtsätze als Blend- und Signalmittel.

Herstellung, Lagerung, Transport und Verkauf entsprechender Produkte unterliegen in Deutschland und den anderen EU-Staaten strengen gesetzlichen Regelungen.

Siehe auch: Schwarzpulver