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Stanley B. PrusinerZoomA-Z

Biographie

Geboren
28. Mai 1942 in Des Moines (Iowa, USA)

Stanley Prusiner ist ein amerikanischer Mediziner und Biochemiker, der sich seit Mitte der 1970er mit den pathogenen Vorgängen bei der neurologischen Infektionskrankheit Scrapie beschäftigt, die auch als "Traberkrankheit" bekannt ist und hauptsächlich bei Schafen auftritt. Da es nicht gelang, wie bei Viren oder Virionen eine krankheitsauslösende Nucleinsäure zu identifizieren, stellte er 1982 die radikal neue Hyothese auf, dass es sich bei dem infektiösen Agens um ein Protein handeln müsse, die so genannte Prionen-Hypothese.

Danach führt die Aufnahme von veränderten Proteinen, den Prionen, zu einer allmählichen Veränderung der normalen körpereigenen Proteine. Die Veränderung soll in einer falschen Faltung des Proteins liegen. In der Öffentlichkeit zunehmende Bedeutung erhielt dieser Ansatz durch das Vorkommen ähnlicher Erkrankungen bei Rindern (BSE1)) und beim Menschen (Creutzfeld-Jakob-Krankheit).

1997 wurde Prusiner, der in San Francisco eine Professur für Neurologie, Virologie und Biochemie innehat, für das Konzept der Prionen-Erkrankungen mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Allerdings wurde seit der Verleihung immer wieder Kritik an der Entscheidung laut, da nach Meinung vieler Fachleute im Vergleich zu anderen mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Forschungsergebnissen noch zu viele Fragen ungeklärt und wichtige Ergebnisse nicht eindeutig bestätigt seien.

Chronologie

1942Geboren am 28. Mai in Des Moines (Iowa, USA)
1960 - 1965Studium der Chemie und der Medizin an der University of Pennsylvania
1968 - 1971Arbeiten am National Institute of Health (NIH) über Glutaminase in E. coli
1972 - 1974neurologische Ausbildung an der University of California in San Francisco
1974Professur für Neurologie in San Francisco
1982Publikation zur Prionen-Hypothese
1983zusätzliche Professur für Virologie
1988zusätzliche Professur für Biochemie
1997Auszeichnung mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin
Gestorben am . in