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ProtonenentkopplungZoomA-Z

Fachgebiet - Spektroskopie

Die Protonenentkopplung ist eine Doppelresonanztechnik in der NMR-Spektroskopie, bei der zusätzlich zur Messfrequenz eine Sättigungsfrequenz eingestrahlt wird. Mit dieser zweiten Frequenz, die der Resonanzfrequenz eines bestimmten Kerns entspricht, wird gezielt eine Gleichbesetzung für die beiden Spinzustände dieses Kerns erzeugt. Damit ist dieser Kern im NMR-Spektrum nicht mehr sichtbar und seine Wechselwirkung mit anderen Kernen ist aufgehoben. Die wichtigste Anwendung ist die Protonenentkopplung, bei der das Signal von H1-Kernen gesättigt wird.

Eine homonukleare Entkopplung liegt bei der Entkopplung von H1H1-Wechselwirkungen vor, eine heteronukleare Entkopplung bezieht sich auf Wechselwirkungen verschiedener Atomarten, wobei der wichtigste Fall die H1C13-Entkopplung ist.

Der praktische Nutzen dieses Verfahrens besteht darin, dass bestimmte Kerne nach Entkopplung von anderen gezielt betrachtet werden können und dass Spektren mit komplizierter Multiplettstruktur auf diese Weise vereinfacht werden können.