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postsynaptisches PotenzialZoomA-Z

Fachgebiet - Neurobiologie

Neuronale Impulse werden zwischen Nervenzellen oder zwischen Nervenzellen und Effektorzellen über so genannte Synapsen übertragen. Die für die Impulse verantwortlichen Moleküle sind Liganden – und spannungsgesteuerte Kanalproteine. Die neuronalen Impulse sind elektrischer Natur und sie werden durch transmembranale Ionenströme über die neuronalen Membranen hervorgerufen. Bei Neuronen wird die Senderzelle als präsynaptisch und die Empfängerzelle als postsynaptisch bezeichnet. Im Ruhezustand existiert ein Ionenkonzentrationsgefälle über die Membranen. Intrazellulär liegt eine hohe K+- und eine niedrige Na+-Konzentration vor, im Cytoplasma sind die Konzentrationsverhältnisse reziprok. Dies führt zu einem so genannten Membranruhepotenzial von 60mV. Eine transiente Änderung des Potenzials (in ~ 1ms) an der postsynaptischen Membran tritt dann auf, wenn die Membran (Transmitter-induziert) über einen Schwellenwert hinaus depolarisiert wird (excitatorisches postsynaptisches Potenzial, EPSP). Unter Umständen kann es auch zu einer hyperpolarisierende Schwankung des Membranpotenzials kommen. Möglicherweise ist die Ursache dafür in der erhöhten Membranpermeabilität für K+ und Cl- zu suchen (inhibitorisches postsynaptisches Potenzial, IPSP).

Siehe auch: Membranpotenzial , Synapse

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Signalmodulation und -integrationLevel 245 min.

BiochemieSignal- und StofftransportNeurotransmission

Grundlegende Prozesse der Reizverrechnung: Das postsynaptische Potenzial. Synaptische Integration und Summation. Langzeitpotenzierung und Gedächtnis.