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PorineZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Porine sind transmembrane Proteine, die in der äußeren Membran gram-negativer Bakterien sowie in Organellen eukaryontischer Organismen vorkommen. In Mitochondrien findet man sie in der äußeren Membran und in Chloroplasten sowohl in der äußeren als auch in der inneren Hüllmembran (im Englischen auch als "envelope" bezeichnet). Für Membranproteine untypisch, falten sich Porine mittels β-Faltblätter über die Membranen. Eine Polypeptidkette besteht dabei aus 300-420 Aminosäuren und sie bildet ein so genanntes β-Fass (engl. "β-barrel"), das aus 16- oder 18-strängigen, antiparallel angeordneten β-Faltblättern aufgebaut ist (Beispiel: OmpF-Porin). Die Quartärstruktur des Proteins ist ein Homotrimer.

Funktionell werden unspezifisch wirkende von spezifisch arbeitende Porinen unterschieden. Erstere lassen - unabhängig von der Struktur - Moleküle bis ca. 600 Da passieren und letztere sind beispielsweise auf den Zuckertransport spezialisiert. Somit sind die Porine unerlässlich für den Stoffaustausch. Zwischen Cytoplasma und Periplasma (wässrige Intermembranphase) wird dieser durch hochspezifische Transporter geregelt, während der Austausch zwischen dem Periplasma und der Außenwelt über die Porine erfolgt.

Siehe auch: Gramfärbung , Diffusion

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

PorineLevel 220 min.

BiochemieSignal- und StofftransportTransportprozesse

Der Aufbau und die Funktion bakterieller Porine wird erläutert.